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Berufsunfähigkeitsversicherung
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Berufsunfähigkeitsversicherung kurz erklärt

Die Berufsunfähigkeit ist eines der größten finanziellen Lebensrisiken. Ihre Arbeitskraft sichert Ihnen Ihr monatliches Einkommen. Was aber passiert, wenn Sie plötzlich durch Unfall oder Krankheit Ihren jetzigen Beruf nicht mehr ausüben können? Bei einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit deckt die "gesetzliche" Erwerbsminderungsrente nur etwa ein Drittel Ihres bisherigen Nettoeinkommens ab und das nur bei Angestellten und wenn deren Bedingungen erfüllt sind. Alle Ihre finanziellen Verpflichtungen wie Miete/Immobilienkredit, KFZ, etc. laufen dennoch weiter.

Die gesetzliche Rentenversicherung bezahlt die Erwerbsminderungsrente in zwei Stufen nach Schweregrad der Erwerbsminderung. Dies fällt laut ihrer eigenen Statistik aber keineswegs großzügig aus! Sie liegt aktuell im Schnitt bei 806 EUR im Monat

  • Halbe Erwerbsminderungsrente vom Staat?
    Kann ein Arbeitnehmer nur noch zwischen 3 und 6 Stunden irgendeiner Arbeit nachgehen bekommt er die halbe Erwerbsminderungsrente von der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese beträgt etwa 17% des letzten Bruttoeinkommens.

  • Volle Erwerbsminderungsrente
    Wenn der Arbeitnehmer nur maximal 3 Stunden irgeneiner Tätigkeit nachgehen kann, erhält er die volle Erwerbsminderungsrente. Die Höhe dieser Rente ist etwa 35% des letzten Bruttoeinkommens.

Hier kann eine private Berufsunfähigkeitsversicherung helfen. Sie deckt ca. 70% - 100% Ihres monatlichen Nettoeinkommens ab und sorgt so dafür, dass Sie Ihren bisherigen Lebensstandard halten können. Sie erhalten die bei Vertragsabschluss vereinbarte monatliche Berufsunfähigkeits­rente falls Sie Ihren Job aus gesundheitlichen Gründen nur noch zu maximal 50% ausüben können.

Existenziell

Diese Versicherung gehört zu den Wichtigsten überhaupt. Sie sichert die Lücke oder den Komplettausfall Ihres Arbeitseinkommens ab - Bei Krankheit oder Unfall. Sie sollten diese Versicherung so früh wie möglich abschließen, weil für die Beitragshöhe der Gesundheitszustand und das Alter maßgeblich sind. So sichern Sie sich rechtzeitig gegen dieses Risiko ab und halten über die komplette Laufzeit des Vertrags die Beiträge niedrig.

Hohes Risiko

Laut der Statistik von statista.de werden zwischen 29% und 43% berufsunfähig bevor sie das Rentenalter erreichen. Die häufigsten Ursachen sind dabei psychische Gründe, Beeinträchtigung des Bewegungsapparates und Krebs.

Kosten und Vergleich

Die Kosten dieser Versicherung sind abhängig vom Einstiegsalter, Laufzeit, Rentenhöhe und Gesundheitszustand. Ein Abschluss in frühen Jahre sichert nicht nur das Risiko von Beginn an ab, sondern der Beitrag ist über die gesamte Laufzeit günstiger, als ein "später Abschluss".

Gesundheitsprüfung

Bei dieser Versicherung wird der Gesundheitszustand abgefragt. Die Versicherung entscheidet dann ob eine Annahme möglich ist und zu welchen Konditionen. Es ist essenziell, daß diese Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden! Sollte ein Krankheitsleiden bestehen sollten Sie sich professionell beraten lassen, damit Sie bei der Risikoprüfung und Risiko­voranfrage unterstützt werden. Am Besten von einem Spezialisten für Arbeitskraftabsicherung!

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese Versicherung schützt Sie vor den finanziellen Einbußen für den Fall, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können.

Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn es Ihnen wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr möglich ist auf Dauer in Ihrem Job zu arbeiten. Die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung sind also an Ihre aktuelle Tätigkeit gekoppelt und es ist unwichtig, ob Sie einer anderen Tätigkeit nachgehen könnten (§172 VVG Abs. 2).

Ausschlaggebend für die Leistung aus dieser Versicherung ist, dass Sie Ihren momentanen Job nur noch zu maximal 50 Prozent ausüben können, und das für mindestens 6 Monate (dauerhaft). Dies bedeutet, dass entweder der zeitliche Faktor eine Rolle spielt und es Ihnen z.B. nur noch möglich ist maximal 3 Stunden zu arbeiten. Oder Sie haben, für die Arbeit notwendige, Leistungsfaktoren verloren weil Sie z.B als Zimmermann Ihren rechten Arm nicht mehr über die Hälfte anheben können, oder in einem "Schreibtischjob" wegen eines Rückenleidens nur noch ein paar Minuten am Stück sitzen können. Das Ziel Ihrer Arbeit ist immer ein sinnvolles Ergebnis - Ist das nicht mehr möglich befinden wird uns in der Berufsunfähigkeit.

Die Entscheidung über eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung trifft die Versicherungs­gesellschaft. Sie prüft dabei ob alle Voraussetzungen für eine Leistungspflicht gegeben sind. Dazu gehören u.a. ob alle Gesundheitsangaben wahrheitsgemäß angebeben wurden, in dem Sie Ihre Krankenakte von Ihren behandelnden Ärzten einholt und weitere vorvertragliche Anzeigepflichten erfüllt wurden. Weiter wird dann Ihr aktueller Gesundheitszustand geprüft, was in der Regel von einem unabhängigen Gutachter erfolgt.

Sind dann alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie für die Dauer Ihrer Berufsunfähigkeit die, im Vertrag vereinbarte, Berufsunfähigkeits­rente.

Ursachen für Berufsunfähigkeit


Das Risiko im kompletten Berufsleben berufsunfähig zu werden ist hoch. Aktuelle Studien belegen, dass ca. 25% aller Berufstätigen mit einer Berufsunfähigkeit konfrontiert werden. Das bedeutet, dass jeder Vierte nicht bis zum normalen Rentenalter arbeiten kann. Hauptauslöser für den Verlust der Arbeitskraft sind nicht Unfälle sondern hauptsächlich Krankheiten und zu viel Stress am Arbeitsplatz. Somit sind alle Berufsgruppen betroffen und nicht nur die Berufe mit hohem körperlichem Einsatz!

Das Schaubild gibt einen Überblick über die häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit.

Berufsunfähigkeitsversicherung Risiko-Diagramm


Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig und können jeden treffen. Statista.de veröffentlicht regelmäßig Statistiken zu dem Thema Berufsunfähigkeit. Daraus geht klar hervor, daß der Anteil von berufsunfähigen jungen Menschen immer größer wird. Eine Absicherung, am Besten schon in der Ausbildung, war schon immer der richtige Weg, und wird aber immer wichtiger! Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind übrigens durchwegs günstiger, je früher man eine abschließt.


Psychische Erkrankungen, Depression und Burnout


Psychische und psychosomatische Krankheiten haben sehr stark zugenommen und sind nun die häufigste Ursache für die Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente. Über 30% aller Leistungsfälle der Berufsunfähigkeitsversicherung sind demnach auf psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depression zurückzuführen. (Quelle Statista)

Jeder kann von Depressionen getroffen werden. Mediziner und Psychologen gehen davon aus, dass jeder vierte Deutsche in seinem Leben mindestens einmal psychisch erkrankt. Vor allem Berufsgruppen mit einem sehr "stressigem" Job oder junge Arbeitnehmer sind häufig mit einem hohen Leistungsdruck und der ständigen Erreichbarkeit überfordert.

Sollte bei Jemandem der Leistungsfall eintreten und er beantragt die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente aus psychischen Gründen, wird es häufig nicht einfach sein Recht durchzusetzen. Wie bei jedem Fall wird das Versicherungsunternehmen hier genau prüfen ob es leisten muss. Die Gutachter, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie brauchen erstmal etwas Zeit für eine eindeutige Prognose. Für jemandem in diesem Krankheitszustand ist es dann auch nicht einfach diese Zeit und Herausforderungen durchzustehen. Aber immer mehr Versicherungsunternehmen haben erkannt, dass diese Menschen behutsam behandelt werden müssen und eine schnelle möglichst einfache Leistungsprüfung notwendig ist.

Hier, wie bei allen Versicherungen, zahlt es sich aus ein Unternehmen und einen Tarif auszuwählen, welche im Leistungsfall zur Stelle stehen wenn es darauf ankommt. Durch unsere jahrelange Erfahrung bei der Auswahl einer Police und auch im Leistungsfall stehen wir unseren Kunden unterstützend zur Seite.

Die Versorgungslücke bei Berufsunfähigkeit

Angestellte Arbeitnehmer


Der Staat unterstützt Berufsunfähige leider viel zu wenig. In den vergangenen Jahren wurde nicht nur an der gesetzlichen Rente zurückgeschraubt, sondern auch an der gesetzlichen Absicherung der Arbeitskraft. Ohne eine private Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie lediglich darauf hoffen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Form einer Erwerbsminderungsrente zu erhalten. Diese fällt im Verhältnis zu Ihrem Einkommen sehr gering aus. In der unten stehenden Grafik sehen Sie an einem Beispiel die zu erwartende Höhe der Erwerbsminderungsrente für diesen Fall.

Bei einer vollen Erwerbsminderung erhalten Sie ca. 35% Ihres letzten Bruttogehalts, bei einer halben Erwerbsminderung sind es ca. 17%. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass davon noch Steuern und Sozialabgaben weggehen..

Hier ein Beispiel mit einem Bruttoeinkommen von 3.500 EUR/mon.

Dienstunfähigkeitsversicherung Versorgungslücke

Wann leistet die gesetzliche Rentenversicherung überhaupt? Die volle Erwerbsminderungsrente erhalten Sie nur dann, wenn Sie tatsächlich nicht mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten können. Können Sie noch zwischen 3h und 6h pro Tag arbeiten bekommen Sie die halbe Erwerbsminderungsrente. Über 6h erhalten Sie gar nichts. Dazu kommt, dass dabei nicht der Beruf berücksichtigt wird, welchen Sie gerade ausüben - z.B. Architekt, Metzger, etc. - Sondern es wird überprüft ob Sie irgendeine Tätigkeit ausüben können. Dieser muss nicht Ihrer Qualifikation oder Ihrem Einkommen entsprechen.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?


Die staatliche Absicherung fängt zwar Arbeitnehmer auf, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, diese reicht aber selten für den Lebensunterhalt aus und schon gar nicht für den bisherigen Lebensstandard. Laut der eigenen Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung lag die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente bei 806 Euro im Monat. Wie hoch Ihre persönliche Erwerbsminderungsrente ausfällt, sehen Sie in Ihrer jährlichen Renteninformation.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist besonders wichtig für folgende Personen:

  • Alle Arbeitnehmer, die Ihren Lebensstandard erhalten wollen
  • Berufsanfänger - Haben Ihr ganzes Berufsleben noch vor sich, sind i.d.R. noch kerngesund und haben über die gesamte Laufzeit einen günstigen Beitrag, weil sie früh angefangen haben.
  • Vor allem Selbständige, sind normalerweise nicht gesetzlich rentenversichert und haben deshalb keine staatliche Absicherung für den Fall der Erwerbsminderung. Hier kann aber eine Erwerbsunfähigkeits­versicherung oft sinnvoller als eine Berufsunfähigkeitsversicherung sein!


Die Berufsunfähigkeitsversicherung oder deren Alternativen sind eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt ist. Jeder sollte prüfen wie hoch seine persönliche Versorgungslücke ist und diese angemessen schließen!

Beamte machen eine Dienstunfähigkeits­versicherung

Beamte haben einen besonderen Bedarf im Bereich Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie können unter Umständen von Ihrem Arbeitgeber für dienstunfähig erklärt werden, obwohl im Sinne einer "normalen" BU-Versicherung noch kein Leistungsfall bestehen würde. Deswegen sollten Beamte eine Dienstunfähigkeits­versicherung abschließen, damit Sie in jedem Fall Rechtssicherheit haben!

Wieviel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?


Die Kosten einer BU-Versicherung schwanken sehr stark zwischen den Versicherungs­unternehmen, aber auch innerhalb eines Tarifes einer Gesellschaft. Es gibt viele Faktoren welche direkten Einfluss auf den monatlichen Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Die wichtigsten davon sind Beginn-Alter, End-Alter, Gesundheitszustand, Beruf und Tätigkeitsfeld.

In der unten stehenden Tabelle sehen Sie z.B. wie sich der Beitrag für genau den selben Mann mit unterschiedlichen Berufen auswirkt.

Die günstigsten Tarife für folgende Berufe
Berufsbeispiel Bruttobeitrag Zahlbeitrag
Informatiker 45,54 EUR 30,04 EUR
Ingenieur 40,51 EUR 30,38 EUR
Anwalt 50,78 EUR 31,23 EUR
Steuerfachangestellter 35,76 EUR 35,76 EUR
Med. Tech. Assistent 40,87 EUR 40,87 EUR
Lehrer (Gymnasium) 79,83 EUR 72,07 EUR
Elektriker 75,64 EUR 56,73 EUR
KFZ-Mechatroniker 75,64 EUR 56,73 EUR
Koch 112,71 EUR 77,77 EUR
Tischler 122,94 EUR 81,14 EUR
Lackierer 121,55 EUR 94,20 EUR
Altenpfleger, Metzger 125,96 EUR 98,24 EUR


Zu hohe Beiträge für die BU?

Für wen die Kosten einer optimalen BU-Versicherung zu hoch sind, kann den Beitrag nach unten drücken indem er z.B. die Laufzeit verkürzt oder die Höhe der Rente reduziert. Wichtig ist an diesem Punkt darüber nachzudenken, ob eine alternative Absicherung mit optimaler Höhe der Rente und Laufzeit, aber mit etwas anderen oder eingeschränkten Leistungen, besser geeignet wäre. Ein kompetenter Versicherungsmakler geht hier auf Ihre individuelle Situation ein und zeigt Vor -und Nachteile auf


Körperliche Berufe und risikoreiche Hobbys machen die BU teurer

Das Versicherungsunternehmen stuft einen bestimmten Beruf und ein Hobby nach Risikogruppen ein. Dabei greift die Gesellschaft auf eigene Erfahrungswerte oder offizielle Statistiken zurück und erechnet daraus das Risiko, dass so jemand berufsunfähig wird. Ist die Wahrscheinlichkeit höher ist auch der Beitrag für denjenigen höher. Leider resultiert daraus, dass jemand der eine Berufsunfähigkeitsversicherung am dringensten bräuchte sie oft nicht bezahlen kann.

Der Gesundheitszustand - Vorerkrankung

Der Gesundheitszustand trägt maßgeblich zur Höhe der Beiträge bei einer Berufsunsfähigkeits­versicherung bei. Lesen Sie dazu das nachfolgende Kapitel..

Ein Vergleich lohnt sich immer!

Der Gesundheits­zustand?


Ihr Gesundheitszustand spielt bei der Beantragung eine wesentliche Rolle. Sind Sie kerngesund erhalten Sie genau den berechneten Beitrag für diese Versicherung. Sollten Sie aber eine Vorerkrankung haben (z.B. Diabetes, Rückenleiden) oder vielleicht an etwas vermeintlich Harmlosen (Allergie) leiden ändert sich die Situation. Der Versicherer entscheidet nun darüber ob er den Vertrag annimmt und wenn dann wie:

Ablehnung des Vertrags
Der Vertrag kommt nicht zustande, weil das Versicherungs­unternehmen ihn ablehnt
Risikoausschluss
Der Versicherer nimmt den Vertrag an unter der Bedingung, dass wenn eine Berufsunfähigkeit wegen der Vorerkrankung eintritt keine Leistung bezahlt wird.
Risikozuschlag
Die Versicherungs­gesellschaft nimmt den Vertrag vollumfänglich an, aber erhebt einen zusätzlichen Beitrag wegen des höheren Risikos.
Annahme
Der Vertrag kommt wie beantrag zustande, trotz Vorerkrankung, weil das Veresicherungs­unternehmen das Leiden als nicht relevant betrachtet.

Ganz ganz wichtig: Bei einer Vorerkrankung sollten Sie in jedem Fall einen erfahrenen Versicherungsmakler hinzuziehen. Er kann vorab einschätzen ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Alternative hier ev. Sinn macht, bei welcher Gesellschaft die Chancen am Besten stehen den Vertrag mit minimaler Erschwerniss unterzubringen und Sie vor allem bei einer Risikovoranfrage unterstützen. Hier ist ein Vergleich der besten Annahmekonditionen wichtig! Es darf auf keinen Fall zu einer Ablehnung eines Vertrags kommen, weil das Ihre Möglichkeiten schmälert überhaupt noch einen BU-Vertrag bei einer anderen Gesellschaft zu bekommen.

Was ist in einem Vertrag wichtig?


Abstrakte Verweisbarkeit

Schließen Sie nur einen Vertrag ab, in welchem die Abstrakte Verweisbarkeit ausgeschlossen ist! Die Abstrakte Verweisung bedeutet, dass die Versicherungs­gesellschaft die Leistung verweigern kann, falls jemand seine aktuelle Tätigkeit zwar nicht mehr ausüben kann, aber er in der Lage ist in einem anderen "gleichwertigen Beruf" zu arbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Betroffene tatsächlich eine Anstellung findet! In modernen Policen hat diese Klausel nichts mehr zu suchen.

Laufzeit bis 67

Nach aktuellem Stand beginnt die Regelaltersrente mit 67 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wechselt der Arbeitnehmer vom Berufsleben in den wohlverdienten Ruhestand und bezieht ab da seine gesetzliche Altersrente. Die private Berufsunfähigkeits­vorsorge sollte zu diesem Zeitpunkt enden, damit im Falle der Berufsunfähigkeit ein lückenloser Übergang stattfindet. Müsste die Altersrente vorgezogen werden, weil die BU-Rente mit z.B. 65 Jahren endet, wird die Altersrente um 7,2% gekürzt (0,3% pro Monat). Diese Lücke sollte immer vermieden werden - Aber: Man kann die Laufzeit zwischen 63 und 67 bestimmen und das ist auch vertretbar, wenn die Beiträge so hoch sind, dass man es sich nicht leisten kann. Denn eine Zeit von 3 Jahren finanziell zu überbrücken ist definitiv möglich - Berufsunfähig zu werden und diese Zeit zu überbrücken ist in der Regel nicht möglich!

Dynamik

Die Beitragsdynamik in einer BU-Versicherung bewirkt, dass sich der Beitrag und die Berufsunfähigkeits­rente um den festgelegten Satz erhöhen (z.B 3%). Eine Dynamik zwischen 1% und 3% sollte in jedem Vertrag vereinbart werden, weil durch die Inflation das Geld jährlich ungefähr diesen Wert verliert. Sie gleichen also mit der Dynamik nur den Wertverlust des Geldes aus, denn in 20 Jahren haben 1.000 EUR nach heutiger Einschätzung nur noch ca. 650 EUR Kaufkraft. Diese Beitragsdynamik hat auch den Vorteil, dass Ihre Absicherung jedes Jahr um den vereinbarten Wert steigt ohne eine erneute Gesundheitsprüfung. Heutige Policen sehen vor, dass Sie die jährliche Dynamik einmal oder mehrmals aussetzen können - Dann wird der Vertrag nicht erhöht. Oder Sie können die Dynamik auch beenden, dann bleibt die Absicherung für den Rest der Laufzeit gleich.

Garantierte Rentensteigerung

Sollte der Fall der Berufsunfähigkeit eintreten, endet mit diesem Zeitpunkt die oben genannte Beitragsdynamik. Die Versicherer gehen zwar davon aus, dass Sie regelmäßig Gewinne erwirtschaften und damit auch die Berufsunfähigkeits­rente steigt - Garantiert wird das aber nicht. Die oben genannte Inflation steigt aber weiter.. Hier können Sie mit der Option "Garantierte Rentensteigerung" gegenwirken. Wenn Sie z.B. 2 Prozent garantierte Rentensteigerung vereinbaren, steigt nach Eintritt der Berufsunfähigkeit Ihre Rente um mindestens 2%. Für diese Option müssen Sie mit einem Beitragszuschlag von ca. 10% rechnen.

Selbständige

Für die Selbständigen sind zwei Punkte zusätzlich wichtig:

Sie können selbst bestimmen wann die BU-Versicherung endet und die private Altersvorsorge beginnt. Hier kann also durchaus auch vereinbart werden, dass ein Selbständiger plant bereits mit 60 Jahren in Rente zu gehen und seine private Altersrente bereits ab diesem Zeitpunkt bezahlt.

Der zweite Punkt ist die "Umorganisation von Selbständigen".
Grundsätzlich ist ein Vertrag vorzuziehen der keine Umorganisation-Klausel hat. Sollte er aber so eine Klausel beinhalten sollte sie vorsehen, dass eine Umorganisation bei einer Firma unter 10 Mitarbeitern nicht verlangt wird und/oder in der Klausel steht, dass es in einem "wirtschaftlich vertretbaren Rahmen" sein muss.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?


Grundsätzlich kann man sagen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung die beste mögliche Absicherung Ihrer Arbeitskraft darstellt. Trotzdem kann eine alternative Absicherung vielleicht nicht besser aber sinnvoller sein. Auch hier gilt es die persönliche Situation eines jeden zu betrachten. Für einen Freiberufler oder Selbständigen z.B., der oft auch trotz einer leichten/mittleren Krankheit weiter arbeitet kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung sinnvoller sein, die leistet wenn es gar nicht mehr geht und dabei bedeutend günstiger ist.

Oftmals wird aber auf eine alternative Absicherung zurückgegriffen, weil die BU-Versicherung für einige Fälle schlichtweg zu teuer ist. Eine wirklich sinnvolle Alternative dafür ist eventuell die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Erwerbsunfähigkeits­versicherung zu kombinieren. Für den Fall, dass eine Umschulung gewünscht und möglich ist würde für diese Übergangszeit die BU greifen und sollte gar nichts mehr gehen (auch keine Umschulung) gehen beide in die Leistung.

Im Schaubild sehen Sie die Alternativen und deren vermeintliche Leistungsfähigkeit (Prozentual).

Alternativen zu Berufsunfähigkeitsversicherung


Alternativen


Erwerbsunfähigkeits­versicherung
Diese Absicherung bietet sehr viele Vorteile, denn Sie enthält fast die selben Leistungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Z.B. ist die Psyche versichert. Die Beiträge in diese Versicherung sind gerade für risikoreiche Berufe bedeutend günstiger. Der Nachteil ist, dass Sie erst dann Leistungen aus dieser Versicherung bekommen, wenn Sie nur noch maximal drei Stunden pro Tag in irgendeinem Beruf arbeiten können. Ihre Ausbildung, Einkommen oder Ihre bisherige Lebenstellung spielt bei der Beurteilung zur Leistungspflicht keine Rolle. Wenn ein Zimmermannsmeister noch als Verkäufer in einer Bäckerei arbeiten könnte würde er keine Leistung aus diesem Vertrag erhalten.

Grundfähigkeits­versicherung
Diese Versicherungsart deckt gar nicht direkt Ihre berufliche Tätigkeit ab, sondern versichert Sie gegen den Verlust bestimmter Grundfähigkeiten. Dazu gehören u.a. Sehen, Sprechen, Gehen, Gebrauch von Arm, Hand oder Fingern, etc. Je nach Gesellschaft und Tarifstufe sind mehr oder weniger Fähigkeiten versichert. Hier sind psychische Störungen wie Burn-Out oder Depressionen nicht abgesichert, sondern nur der nahezu Totalverlust von geistigen Fähigkeiten - Z.B wenn jemand einen Betreuer benötigt. Diese Art von Vertrag ist vor allem für Menschen mit einem stark körpelich betonten Beruf, wie Handwerker interessant. Spannend ist hierbei, dass bei der Leistungsbeurteilung der Job gar keine Rolle spielt, sondern nur der genau definierte Verlust einer Fähigkeit.

Multirisk-Versicherung
Diese Versicherung kommt entweder aus dem Bereich der Unfallversicherung oder der Lebensversicherung und kombiniert die Versicherungsarten Grundfähigkeit, Unfallschutz, Dread-Disease und Pflegeversicherung. Man sollte hier eine Police aus der Sparte der Unfallversicherung meiden, weil hier Leistungen erst ab einem Invaliditätsgrad von 50% bezahlt werden oder der Verlust gleich mehrerer Grundfähigkeiten notwendig ist. Außerdem können die Beiträge von der Versicherung jederzeit erhöht werden.

Policen aus dem Bereich der Lebensversicherung kombinieren die Sparten Grundfähigkeit, Dread-Disease und Pflegeversicherung.

Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sollte etwas unklar sein oder Sie noch offene Fragen haben, dann können Sie das gerne hier loswerden.

  • Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört mit zu den wichtigsten Versicherungen. Die finanzielle Lücke im Falle der Berufsunfähigkeit kann so groß sein, daß es zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten kommen kann. Diese Lücke entsteht, weil die staatliche Unterstützung in diesem Fall nicht ausreichend ist.

    Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren Job nur noch zu weniger als 50% ausüben können erhalten Sie die bei Vertrags-Abschluss vereinbarte Rente aus Ihrer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Versicherung gleicht also diese Lücke aus und sichert Sie so vor finanziellen Problemen ab.

  • Die Beiträge zu einer BU-Versicherung sind von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr unterschiedlich. Jedes Unternehmen stuft die Risiken anders ein. Die Wichtigsten Faktoren für eine Risikoeinstufung sind Beruf, Hobbys, Beginnalter, Endalter und der Gesundheitszustand.

    In der unten stehenden Tabelle sehen Sie z.B. wie sich der Beitrag für genau den selben Mann mit unterschiedlichen Berufen auswirkt.

    Die günstigsten Tarife für folgende Berufe
    Berufsbeispiel Bruttobeitrag Zahlbeitrag
    Informatiker 45,54 EUR 30,04 EUR
    Ingenieur 40,51 EUR 30,38 EUR
    Anwalt 50,78 EUR 31,23 EUR
    Steuerfachangestellter 35,76 EUR 35,76 EUR
    Med. Tech. Assistent 40,87 EUR 40,87 EUR
    Lehrer (Gymnasium) 79,83 EUR 72,07 EUR
    Elektriker 75,64 EUR 56,73 EUR
    KFZ-Mechatroniker 75,64 EUR 56,73 EUR
    Koch 112,71 EUR 77,77 EUR
    Tischler 122,94 EUR 81,14 EUR
    Lackierer 121,55 EUR 94,20 EUR
    Altenpfleger, Metzger 125,96 EUR 98,24 EUR

  • Wichtig ist hier, dass alle Ihre Ausgaben abgedeckt sind: Das Auto, die Immobilien-Finanzierung, Haushaltsgeld, etc. Es darf auf keinen Fall vergessen werden die Ausgaben für die Altersvorsorge mit einzuplanen, sonst kommt die finanzielle Lücke in der Rente.

    Wenn man es pauschal machen möchte, kann man sagen, dass etwa 75% des bisherigen Nettoeinkommens abgesichert werden sollte. Man sollte auch eine Beitrags-Dynamik abschließen, damit durch die Inflation der Wert Ihrer Rente erhalten bleibt.

  • Ein Arbeitnehmer wechselt zwischen dem 63. und 67 Lebensjahr in den Ruhestand. Deswegen sollte die BU-Rente auch bis dahin laufen, optimal natürlich bis 67. Durch eine kürzere Laufzeit veringert sich auch der Beitrag deutlich. Wenn nicht genug Budget zur Verfügung steht kann man eine kürzere Laufzeit vereinbaren. Denn das ist immer noch besser als keine Absicherung und eine Lücke von z.B 3 Jahren kann man finanziell überbrücken.

  • Die Versicherung bezahlt eine monatliche Rente in der vereinbarten Höhe bis zum vereinbarten Endalter, wenn jemand wegen Unfall oder Krankheit seinen Beruf nur noch zu maximal 50% ausüben kann und das für mindestens 6 Monate. Dieser Gesundheitszustand wird von der Versicherungsgesellschaft beurteilt und meistens durch einen unabhängigen Gutachter festegestellt.

  • Keine abstrakte Verweisung
    Schließen Sie nur einen Vertrag ab, in welchem die Abstrakte Verweisbarkeit ausgeschlossen ist! Die Abstrakte Verweisung bedeutet, dass die Versicherungs­gesellschaft die Leistung verweigern kann, falls jemand seine aktuelle Tätigkeit zwar nicht mehr ausüben kann, aber er in der Lage ist in einem anderen "gleichwertigen Beruf" zu arbeiten. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Betroffene tatsächlich eine Anstellung findet! In modernen Policen hat diese Klausel nichts mehr zu suchen.

    Dynamik
    Die Beitragsdynamik in einer BU-Versicherung bewirkt, dass sich der Beitrag und die Berufsunfähigkeits­rente um den festgelegten Satz erhöhen (z.B 3%). Eine Dynamik zwischen 1% und 3% sollte in jedem Vertrag vereinbart werden, weil durch die Inflation das Geld jährlich ungefähr diesen Wert verliert. Sie gleichen also mit der Dynamik nur den Wertverlust des Geldes aus, denn in 20 Jahren haben 1.000 EUR nach heutiger Einschätzung nur noch ca. 650 EUR Kaufkraft.

    Garantierte Rentensteigerung
    Sollte der Fall der Berufsunfähigkeit eintreten, endet mit diesem Zeitpunkt die oben genannte Beitragsdynamik. Die Versicherer gehen zwar davon aus, dass Sie regelmäßig Gewinne erwirtschaften und damit auch die Berufsunfähigkeits­rente steigt - Garantiert wird das aber nicht. Die oben genannte Inflation steigt aber weiter.. Hier können Sie mit der Option "Garantierte Rentensteigerung" gegenwirken. Wenn Sie z.B. 2 Prozent garantierte Rentensteigerung vereinbaren, steigt nach Eintritt der Berufsunfähigkeit Ihre Rente um mindestens 2%. Für diese Option müssen Sie mit einem Beitragszuschlag von ca. 10% rechnen.

    Bei Selbständigen
    Grundsätzlich ist ein Vertrag vorzuziehen der keine Klausel "Umorganisation von Selbständigen" hat. Sollte er aber so eine Klausel beinhalten sollte sie vorsehen, dass eine Umorganisation bei einer Firma unter 10 Mitarbeitern nicht verlangt wird und/oder in der Klausel steht, dass es in einem "wirtschaftlich vertretbaren Rahmen" sein muss.

  • Grundsätzlich müssen alle Gesundheitsangaben bei Beantragung dieser Versicherung ehrlich und vollständig sein. Schummelt man hier und der Versicherungsfall tritt ein, kann der Versicherer eventuell die Leistung verweigern. Sollte bereits etwas in Ihrer Krankenakte stehen empfehlen wir Ihnen mit einem erfahrenen Versicherungmakler sprechen.

    Bei einer Vorerkrankung sollten Sie in jedem Fall einen erfahrenen Versicherungsmakler hinzuziehen. Er kann vorab einschätzen ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder alternative Absicherung hier ev. Sinn macht, bei welcher Gesellschaft die Chancen am Besten stehen den Vertrag mit minimaler Erschwerniss unterzubringen und Sie vor allem bei einer Risikovoranfrage unterstützt. Es darf auf keinen Fall zu einer Ablehnung eines Vertrags kommen, weil das Ihre Möglichkeiten schmälert überhaupt noch einen BU-Vertrag bei einer anderen Gesellschaft zu bekommen.

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